
Gestern Abend hatte ich das Vergnügen, mal wieder etwas Geld auszugeben und mir einen guten Film einzuverleiben. The Social Network stand also an, während ich etwas unsicher in der letzten Reihe des überfüllten Kinos meinen Platz einnahm.
Meine Erwartungen waren von Anfang an nicht besonders hoch. Ich erwartete eine Art halbkomödische Dramenverfilmung der immerhin spannenden Geschichte der Entstehung des Netzwerks, in dem sich mittlerweile ein zwölftel der Erdbevölkerung tummelt. Was mit The Social Network allerdings aufgelegt wurde, ist keinesfalls öde oder zäh. Was einem da in rasanter Geschwindigkeit (und das meine ich zum Teil wörtlich, einige der Schauspieler, insbesondere Eisenberg, der als Mark Zuckerberg die Hauptrolle einnimmt, sprechen unglaublich schnell – aber definitiv wortgewandt) vorgesetzt wird, ist ist die Verfilmung einer Geschichte, wie sie wohl kein anderes Startup-Unternehmen vorweisen kann.
Meine Befürchtungen, der Film würde Mark Zuckerberg, wie er bereits von den Medien abgestempelt ist – und wie es die Wikipedia-Seite behauptet, assozialen Egomanen, als Nerd, hinstellen, wurde nicht bestätigt. Zwar kommt die Unfähigkeit zu gesellschaftlich kompetentem Verhalten seitens Zuckerberg deutlich zum Vorschein, aber auch andere Eindrücke werden gezeigt. Gut, dass hier entschieden wurde, diesen Film nicht als Anklage zu gestalten, sondern neutral an die Aufarbeitung zu gehen.
Ich spreche wirklich selten eindeutige Anschaubefehle aus, aber diesen Film sollte man, allein aufgrund der unglaublich interessanten Story dahinter gesehen haben!

Genervte Leute wie ich greifen dabei zu einem Werkzeug, welches diese Flut von Aufmerksamkeitsdurchfall wenigstens teilweise eindämmen kann. Facebook bietet glücklicherweise bei jeder App ein kleines X im Eck an, mit welchem man die jeweilige Anwendung dauerhaft ausblenden kann. Das muss man aber bei jeder App einzeln erledigen, eine Art Sammel-Bullshit-Ausblende-Knopf gibt es (leider) nicht.
