Als ich einmal ein Launchpad bestellte.

Als ich heute morgen so in der Schule meine Zeit vertrieb, kam mir die Idee, doch endlich mal ein Novation Launchpad zu bestellen. Ihr wisst schon, eins von diesen Dingern, auf denen man drauf rumhauen kann, dabei ziemlich cool aussieht und mit Glück auch noch gute Musik dabei macht. Ich ging also mit meinem supermodernen Internethandy auf thomann.de und fand dort eine B-Ware für 119€. B-Ware, weil die LEDs anscheinend “leicht unterschiedlich hell sind”. Für 60€ Rabatt beschloss ich, das mal über mich ergehen zu lassen, da ich ja volle Garantie habe.

Was mich aber eigentlich begeisterte, war die Tatsache, dass ich das Ding um 08:07 bestellt habe und um 08:37 bereits eine Versandbestätigung per SMS bekommen habe! Wahnsinn, wie schnell das alles geht, mit diesem Indernät. Und natürlich auch klasse Service von Thomann ;)

Blogosphärenkartographierung.

Ich bin nun übrigens auch auf der von gesichtet.net in’s Leben gerufenen Bloggerkarte als einer von vielen Punkten zu sehen. Interaktiv, mit zoomen, schieben, klicken und stalken kann man sich die Karte direkt bei Google anschauen.

The Social Network.

Gestern Abend hatte ich das Vergnügen, mal wieder etwas Geld auszugeben und mir einen guten Film einzuverleiben. The Social Network stand also an, während ich etwas unsicher in der letzten Reihe des überfüllten Kinos meinen Platz einnahm.
Meine Erwartungen waren von Anfang an nicht besonders hoch. Ich erwartete eine Art halbkomödische Dramenverfilmung der immerhin spannenden Geschichte der Entstehung des Netzwerks, in dem sich mittlerweile ein zwölftel der Erdbevölkerung tummelt. Was mit The Social Network allerdings aufgelegt wurde, ist keinesfalls öde oder zäh. Was einem da in rasanter Geschwindigkeit (und das meine ich zum Teil wörtlich, einige der Schauspieler, insbesondere Eisenberg, der als Mark Zuckerberg die Hauptrolle einnimmt, sprechen unglaublich schnell – aber definitiv wortgewandt) vorgesetzt wird, ist ist die Verfilmung einer Geschichte, wie sie wohl kein anderes Startup-Unternehmen vorweisen kann.

Meine Befürchtungen, der Film würde Mark Zuckerberg, wie er bereits von den Medien abgestempelt ist – und wie es die Wikipedia-Seite behauptet, assozialen Egomanen, als Nerd, hinstellen, wurde nicht bestätigt. Zwar kommt die Unfähigkeit zu gesellschaftlich kompetentem Verhalten seitens Zuckerberg deutlich zum Vorschein, aber auch andere Eindrücke werden gezeigt. Gut, dass hier entschieden wurde, diesen Film nicht als Anklage zu gestalten, sondern neutral an die Aufarbeitung zu gehen.

Ich spreche wirklich selten eindeutige Anschaubefehle aus, aber diesen Film sollte man, allein aufgrund der unglaublich interessanten Story dahinter gesehen haben!

Ohne den Zusatzstoff Volksverdummung.

Als Mitarbeiter in einem Lebensmittelgeschäft muss man pro Schicht so einiges über sich ergehen lassen. Nebst einiger nerviger Kunden gehören auch die Werbespots um 5-Minuten-Takt dazu. Dass jeweils nur maximal 3 verschiedene davon laufen, führt zwangsläufig dazu, dass man ein und den selben Spot irgendwann im Schlaf aufsagen kann.

Momentan läuft ein bestimmter Spot von Maggi. Er preist den so genannten Fix Schnitzel-Topf mit Spätzle (Produktlink) an und setzt dabei auf eine ungewöhnliche Formulierung. Dieses Fertiggericht soll nämlich “ohne den Zusatzstoff Geschmacksverstärker” (wörtlich) auskommen. Anfangs wunderte ich mich nur leicht über den scheinbar kleinen grammatikalischen Fehler, denn in der Umgangssprache dürfte “ohne Geschmacksverstärker” deutlich anerkannter sein. Geschmacksverstärker ist schließlich keine Zutat wie Eiweispulver oder Salz. Sogar auf der Verpackung eines ähnlichen Produkts des gleichen Herstellers tauchte diese wundersame Formulierung auf.

Doch je öfters ich diese Werbung hörte, desto stutziger wurde ich. Also fischte ich mir die Packung aus dem Regal und schaute mir den Schnitzel-Topf mal genauer an, oder besser gesagt dessen Zutatenliste.

Mal abgesehen davon, dass das, was dort alles reingemischt wird, schon suspekt genug sein dürfte, ist direkt in der zweiten Zeile ein besonders interessanter Stoff genannt. Hefeextraktpulver, also Hefeextrakt ist nämlich nichts anderes, als eine nette Umschreibung für den altbekannten Obermacker der Geschmacksverstärker, Mononatriumglutamat, im Volksmund als Glutamat bekannt. Der Unterschied zum Glutamat besteht hier lediglich in der Deklarierung.

Nun wird auch klar, warum statt dem Ausdruck “ohne Geschmacksverstärker”, welcher nämlich falsch wäre, einfach “ohne den Zusatzstoff Geschmacksverstärker” behauptet wird. Denn “Geschmacksverstärker” steht ja schließlich auch nicht auf der Zutatenliste, dieser verbirgt sich im Hefeextraktpulver.

5,0 Original – Das Gute.

Als regelmäßiger Stadtbesucher mit gesundem Alkoholkonsumverhalten kommt man um ein Getränk nicht herum. Obwohl es weder Kult ist, noch besonders exklusiv oder gar schmackhaft ist, wird es rege getrunken. Die Rede ist vom einzigen Bier, dessen Kaufpreis durch die Pfandabgabe von 25ct quasi fast verdoppelt wird, vom einzigen Bier, das eine Promillezahl als Namen hat, das 5,0 Original.

Pennerbier, wie dieses Bier imitierende Gemisch im Volksmund genannt wird, ist eine geniale Erfindung. Mit einem Kaufpreis von 35ct (Rewe; Edeka 39ct), für den man heutzutage nicht einmal mehr ein Brötchen bekommt, ist es die ideale Kopfspülung und überzeugt mit einem krassen Preis/Leistungs-Verhältnis, da es sonst in nicht viel überzeugen kann. Mit einem leicht süffigen, mildherben Geschmack, der mit einer leichten verbleichenden Zimtnote im nussigen Abgang daherkommt, ist es geschmacklich irgendwo zwischen Toilettenreiniger und Bratfett einzuordnen, was man aber nach der dritten Dose schnell vergisst. Dass dieses Bier aus der absoluten Premiumsparte kommt, erkennt man daran, dass vor jedem Ausrufezeichen (und davon gibt’s eine Menge) auf dem Aufdruck sogar ein Leerzeichen Platz gefunden hat. Typographie ist eben eine Frage des Geldes. Nett, dass da auch die Anzahl der verbleibenden Gehirnzellen gleich auf der Dose angegeben sind.

Kurzum, Pennerbier ist ein ideales Erfrischungs- und Freizeitgetränk, von dem jeder immer eine Dose dabei haben sollte.

Einige Sätze in diesem Beitrag sollten nicht ernst genommen werden.

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